Erasmus + Projekt Roots and Roads

Im Rahmen Erasmus + Projektes Roots and Roads verbrachten vier Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Herrn Lechner und Frau Mölter eine sehr beeindruckende Woche in Istanbul. Alle waren angetan von der überwältigenden und großzügigen Gastfreundschaft der türkischen Familien und von den herzlichen Kontakten, die mit den Jugendlichen aus Schweden, Griechenland, Holland und der Türkei entstanden sind. Im Rahmen des Projektes haben sich schnell Freundschaften entwickelt, die, ermöglicht durch die sozialen Medien, unkompliziert weiter vertieft werden können.

Die Schüler arbeiteten an verschiedenen Präsentationen, um die jeweils heimische Architektur vorzustellen, beschäftigten sich mit traditioneller Kleidung aus den Partnerländern und konnten typisches Essen genießen. In gemischten Gruppen mit Schülern aus allen Partnerländern wurde ein Logo für das Projekt entwickelt. Dabei gewann der Vorschlag unserer Schülerin Constanze Baumann.

Zur Vorbereitung einer Diskussion über interkulturelle Begegnungen, hatten die Schüler Präsentationen vorbereitet, in denen sie sich über Lösungsvorschläge Gedanken machten, wie man gute und konstruktive Beziehungen zu Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen aufbauen kann, und welche Maßnahmen man aus ihrer Sicht ergreifen könnte, um Rassismus entgegenzutreten.

Von der türkischen Schule wurde für alle europäischen Gäste ein sehr lebendiger und reicher Einblick in die dortige Kultur geboten.

Es gab Vorführungen einer traditionellen türkischen Hochzeit in traditionellen Kostümen mit den jeweiligen Tänzen und Ritualen. An einem anderen Nachmittag konnten die Gäste einer Aufführung der drehenden Derwische (Mevlevi- Orden der Sufi-Derwische) beiwohnen, die sehr beeindruckend war.

Ein weiterer Höhepunkt des Besuchs in Istanbul war sicherlich auch das wunderbare Besichtigungsprogramm, das die türkische Schule organisiert hatte. Besonders beeindruckend die Führung durch die Hagia Sophia. In diesem Gebäude kann man deutlich erleben wie christliche und islamische Kultur an einem Ort zusammentreffen:

Ein Besuch der Blauen Moschee, des prächtigen Topkapi-Palastes, jahrhundertelang der Sitz der Sultane des Osmanischen Reiches, sowie des Archäologischen Museum mit dem Sarkophag Alexander des Großen, und des Museums für islamische Kunst, wurde den Gästen ebenfalls ermöglicht. Die Aiblinger Schüler, für die dies der erst Zugang zu der orientalisch geprägten Kultur war, zeigten sich auch von der Schönheit der Gebäude zutiefst beeindruckt. Am letzten Tag konnten alle bei einer wunderbaren Bootsfahrt auf dem Bosporus bei strahlend blauem Himmel die nähere Umgebung Istanbuls bewundern.

Für alle Beteiligten war es eine Freude zu sehen, dass Europa funktionieren kann und die Schüler erlebten im Laufe der Begegnung in Istanbul sicherlich eine Stärkung ihres Bewusstseins, dass sie nicht nur die Identität ihres Heimatlandes besitzen, sondern auch dankbar und stolz auf ihre Zugehörigkeit zu Europa sind.


 

Birgit Mölter