Max Mannheimer Spätes Tagebuch

Lesung von Michael Stacheder mit musikalischer Begleitung von Marinus Weidinger am 03. Februar 2020 ab 08.00 Uhr in der Aula unserer Schule für alle 9. Klassen

Max Mannheimer hat alles durchlitten, was einem Menschen in dem von den Deutschen entfesselten Inferno zustoßen konnte: Demütigung, Vertreibung, Internierung im Ghetto, Tod fast der ganzen Familie in der Gaskammer, Arbeitslager und KZ, Hunger, Krankheit und Misshandlung. Wie durch ein Wunder hat er die Hölle überlebt. Mannheimer sprach lange nicht über das, was er erlebt hatte. Erst, als er irrtümlich seinen Tod nahe glaubte, entschloss er sich, für die Nachgeborenen das Erlittene festzuhalten. Max Mannheimer war bis zu seinem Tode im September 2016 unermüdlich tätig in Vorträgen, Diskussionen und Führungen durch die KZ-Gedenkstätte Dachau. In zahllosen Veranstaltungen, vor allem auch in Schulen, leistete er die schmerzlichste Arbeit der Erinnerung. Sein Spätes Tagebuch ist ein großes menschliches Dokument und erschien erstmals 1983.
Der Verantwortung bewusst, besucht Michael Stacheder mit seiner Lesung aus Max Mannheimers Spätes Tagebuch Schulen, Kulturhäuser und andere Bildungseinrichtungen, um aus den Erinnerungen Max Mannheimers zu lesen und zu erzählen. In seinen bisherigen Inszenierungen hat sich der Regisseur und Schauspieler bereits mehrmals mit dem Terror des Nationalsozialismus auseinandergesetzt und engagiert sich seit mehreren Jahren in der Erinnerungsarbeit. So initiierte er 2018 zum ersten Mal in Bad Aibling die Max-Mannheimer-Kulturtage.