Von Ovos Moles bis Francesinha

Unsere Erasmus-Woche in Portugal

Eine Woche lang tauschten sechs Schülerinnen und Schüler der 10.Klassen zusammen mit Herrn Tesar und Frau Wörndl das bayerische Klassenzimmer gegen die farbenfrohen Gassen und Kanäle von Aveiro, Portugal, ein. Im Rahmen des Erasmus+-Projekts Exploring Europe erlebte unsere Delegation nicht nur intensive Workshops, sondern auch unvergessliche kulturelle Abenteuer und knüpfte tiefe, internationale Freundschaften.

Tag 1: Eisbrecher und Bootstouren

Nach einem herzlichen Empfang an der Escola Secudária Dr. Mário Sacramento startete das Programm mit spannenden Präsentationen über die Herausforderungen von Teenagern heute. Ein erster Höhepunkt war der „Let’s Break the Ice“-Workshop, der die Schüler aus Deutschland, Portugal, Litauen und Spanien sofort zusammenbrachte.

Am Nachmittag erkundeten wir das sogenannte „Venedig Portugals“: Eine charmante Bootstour auf den Kanälen von Aveiro führte uns vorbei an farbenfrohen Häusern und den traditionellen Moliceiros-Booten. Ein spannender Einblick in die Salzgewinnung in den "Salt Pans" und ein süßer Abschluss mit der Zubereitung der lokalen Spezialität Ovos Moles (Eiergebäck) rundeten den ersten, ereignisreichen Tag ab.

Im Zeichen der mentalen Stärke

Die Mitte der Woche stand ganz im Zeichen wichtiger Themen:

Am Dienstag nahmen die Schüler am eindrucksvollen Workshop „Kill the Angst“ teil. Experten des lokalen Gesundheitszentrums klärten über Themen wie Angststörungen und Depressionen auf und erarbeiteten in international gemischten Kleingruppen Strategien zur Stressbewältigung. Das anschließende Kontrastprogramm? Ein Ausflug zum Atlantik! Im November die Schuhe auszuziehen und am Strand von Costa Nova zu stehen, war für alle ein unvergessliches Highlight, ganz zu schweigen von den ikonischen, gestreiften Fischerhäusern dort und dem zweithöchsten Leuchtturm Europas in Barra.

Mittwochs wechselten wir die Szenerie. Vormittags sorgte ein Sportturnier (Basketball und Volleyball) an der Partnerschule Aradas für viel Spaß! Nach einer Einführung in traditionelle portugiesische Tänze ging es zur Universität Aveiro, wo ein wichtiger Workshop zum Thema Sexualkunde und Prävention stattfand, der zu intensiven und aufschlussreichen Diskussionen über die Unterschiede zwischen den Partnerländern anregte.

Kultur und Kulinarik in Porto

Der Donnerstag bot einen faszinierenden Tagesausflug in die Metropole Porto. Schon der Bahnhof São Bento beeindruckte mit seinen prächtigen Azulejo-Fliesen. Nach einem Besuch im Puppenmuseum, das die Kunst des Figurentheaters näherbrachte, folgte das kulinarische Highlight: das Probieren der legendären Francesinha – eines überbackenen Sandwiches mit reichhaltiger Sauce, das nur in Porto zu finden ist. Eine Bootsfahrt auf dem Douro entlang der sechs berühmten Brücken rundete den Tag ab.

Ein Abschied, der schwerfiel

Der Freitag stand im Zeichen der Erinnerungen: Die international gemischten Gruppen erstellten "Final Products" – Collagen und Präsentationen mit den schönsten Fotos der Woche und stellten diese gemeinsam vor. Nach der feierlichen Übergabe der Erasmus+-Zertifikate war die Zeit für das letzte gemeinsame Beisammensein gekommen. Bei einer Abschiedsfeier mit typisch portugiesischen Snacks und angeregten Gesprächen wurde klar, wie wertvoll die geknüpften Bande waren.

Die Woche war ein voller Erfolg: Sie verband intensives Lernen über wichtige Lebensbereiche mit tiefen kulturellen Eindrücken und dem Aufbau internationaler Freundschaften. Ein Erlebnis, das alle Teilnehmer sicher nie vergessen werden!