Angebote der Fachschaft Musik

Bigband

Leitung: Ingrid Seidelmann
Swing, Jazz Rock, Blues, Latin und langsame Balladen gehören zum Repertoire der Big Band des Gymnasiums Bad Aibling.
Die Big Band setzt sich aus rund 30 motivierten Musikern der Jahrgangsstufen 5-12 zusammen.
Probenzeit: Montag 13.45 Uhr - 15.00 Uhr in Raum 318
Wir freuen uns immer über neue, engagierte Bläser aller Jahrgangsstufen.
Voraussetzungen sind: gute Kenntnisse am Instrument und Spaß am Musizieren mit anderen. Wenn ihr also Saxophon, Klarinette, Trompete oder Posaune (!!!!), wahlweise auch Horn, Tenorhorn, Bariton oder Tuba spielt, und Lust habt, mit uns zu musizieren, dann meldet Euch doch einfach bei mir (Frau Seidelmann). Solltet ihr Kontrabass, Klavier, Schlagzeug oder Gitarre spielen, dann könnt ihr Euch auch bei mir melden. Allerdings ist da nicht immer ein Platz frei.
Sicherlich gehören die intensiven Probentage im Februar in Agatharied, sowie das alljährliche Frühjahrskonzert zu den absoluten "Highlights" des Jahres. Wir umrahmen auch immer den Infoabend für die Eltern der zukünftigen 5. Klassen in der Aula. Schön ist es in diesem Zusammenhang, dass wir damit auch einen Einblick in unser Schulleben geben.

Chor

Wir sind dieses Jahr rund 120 SchülerInnen (Klasse 7 bis 12), die sich mit viel Spaß und Begeisterung, Engagement und Leistungsbereitschaft zum gemeinsamen Chor-Singen montags treffen. Neben den obligatorischen Auftritten im Jahr (Adventskonzert, Kurhauskonzert, Abiturfeier), gestalten wir mit dem Chor und einer Band auch die Gottesdienste der Schule. Höhepunkt des Jahres sind sicher die gemeinsamen Musiktage in Agatharied.
Wir freuen uns, wenn auch Du vorbeischaust!

Probe Unterstufenchor (Kl. 5/6): Di, 13.05-13.45 Uhr in Raum318
Probe Mittelstufe (7 - 10):
Mo, 13.05-13.45 Uhr in Raum N.N.
Probe Oberstufe/Vokalensemble (11/12):
Mo, 13.35-15.10 Uhr UNd blockweise n. V., Raum 321/322
Leitung: Susanne Tutert

 

Wenn du Spaß am Singen hast, in die 5. oder 6. Klasse bei uns auf die Schule gehst, dann schau bei uns vorbei. Wir sind dieses Jahr rund 60 Schülerinnen und Schüler und proben für das Adventskonzert, das Frühjahrskonzert, das Schulfest und die Gottesdienste. Im letzten Schuljahr hat der Unterstufenchor den „gestiefelten Kater" aufgeführt.

Schulband

Die Schulband gibt es am Gymnasium Bad Aibling seit Februar 2009. Das Repertoire reicht von sanften Balladen bis hin zu rockigen Stücken.
Der Leiter der Schulband ist Volker Koch.
Da der aktuelle Keyboarder die Schule verlässt (Umzug), sind Keyboarder bei herzlich eingeladen, sich bei Herrn Koch zu melden. Auch andere Interessenten dürfen sich gerne melden.
Probe: montags von 13.45 Uhr bis 15.15 Uhr

Gespielte Instrumente:

  • (E)-Gitarren
  • E-Bass
  • Schlagzeug
  • Keyboard
  • Gesang
  • (evtl. Percussion, ...)

Orchester

Im Schulorchester musizieren ca. 20-25 Schüler und Schülerinnen aus den Jahrgangsstufen 5-12 miteinander. Streicher (Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass) sind immer willkommen, Bläser (Querflöte, Oboe, Klarinette, Trompete, Horn, Fagott, Posaune) nach Absprache mit Frau Luber.
Voraussetzung für den Eintritt ins Orchester sind ca. 3 Jahre Instrumentalunterricht (bei Bläsern in Einzelfällen auch weniger).
Unser Repertoire umfasst Musik vom Barock bis zu moderner Filmmusik.

Licht- und Tontechnik

Die Licht- und Tontechnikgruppe kommt bei größeren Aulaveranstaltungen (Konzerte, Theater,...) zum Einsatz. Für die Veranstaltungen sind umfassende Vorbereitungen nötig. Wir freuen uns über neue Mitglieder. Voraussetzungen sind neben Technikbegeisterung auch Zuverlässigkeit und die Fähigkeit im Team zu arbeiten.
Der Leiter der Technikgruppe ist Volker Koch.

Violoncello-Ensemble

2013 hatten wir beim Adventskonzert unseren ersten Auftritt als neu gegründetes Celloensemble. Vom leicht fortgeschrittenem Anfänger bis zu unseren „Profis“ aus der Oberstufe und Lehrern spielen wir ein gemischtes Programm jeweils projektbezogen zu den Schulkonzerten. Spielst Du seit mindestens zwei Jahren Cello und hast Lust einmal in einer außergewöhnlichen Besetzung zu spielen, dann melde Dich bei Frau Luber!

Violin- und Violoncello-Unterricht

Als eines von wenigen nichtmusischen Gymnasien, kann Bad Aibling Violin- und Cello-Unterricht anbieten. Bei Bedarf kann auch ein Leihinstrument gestellt werden.Der Unterricht findet nach Absprache bei Frau Mitterer (Violine) oder Frau Luber (Violoncello) statt.

Alle singbegeisterten der Klassenstufern 5 bis 7 sind herzlich eingeladen, bei uns mitzusingen. Immer dienstags, in der 7. Stunde bereiten wir unsere Auftritte bei den Schulkonzerten vor oder singen einfach nur zum Spaß!

Melde Dich bei Frau Luber!


Fulminante Konzerte des Gymnasiums Bad Aibling im Kurhaus

Es war schon großes Kino, was das Gymnasium Bad Aibling mit seinen Kurhauskonzerten in Bad Aibling (Link zur Bildergalerie) bot. Rund 160 Schüler, unterstützt von fünf Lehrkräften der Schule, boten im vollbesetzten Kurhaussaal beste musikalische Unterhaltung in ganz unterschiedlichen Ausprägungen.

Die Konzerte standen unter der Leitung von Dietgard Luber und Susanne Tutert, die im vergangenen Jahr mit der erfolgreichen Inszenierung des Musicals „Anatevka“ am Gymnasium bereits für Furore gesorgt hatten.

Schulorchester eine aussterbende Spezies“

Eröffnet wurden die beiden Abende von den Solistinnen Rebekka von Beerfelde und Elisa Aschenbrenner aus der Klasse Q12 mit dem „Konzert für 2 Violinen in a-Moll“ von Antonio Vivaldi. Es folgte das große Schulorchester mit der „Sinfonie Nr. 7, 2. Satz: Allegretto“ von Ludwig van Beethoven und dem „Walzer Nr. 2 aus der Suite für Jazzorchester“ von Dimitri Schostakowitsch. Da, wie Dietgard Luber es formulierte, „das Schulorchester eine aussterbende Spezies ist“, wurden auch ehemalige Schüler zur Unterstützung herangezogen und für ihr Engagement von Luber mit einer Rose geehrt.

Das Violoncello-Ensemble erfreute vor der Pause die Gäste im Kurhaus noch mit Melodien aus der „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Nach der Pause schlug die Stunde der Sängerinnen und Sänger. Schwungvoll dirigiert von Susanne Tutert sang zunächst der Mittelstufenchor Melodien von Bruno Calais aus „Die Kinder des Monsieur Matthieu“, mit den Solisten Clemens Fischer (6a) und Julia Neuwirth (10b) in französischer Sprache. Als nächstes erklang der Oberstufenchor mit dem „Gloria“ und dem „Laudamus te“ von Karl Jenkin.

Es folgten die „Anatevka-Solisten“ mit „Nothings gonna change my love“ von Michael Masser, bevor der große Chor mit „Perfect“ von Ed Sheeran und „Baba yetu“, einer Art afrikanisches „Vater unser“ von Christopher Tin, für Gänsehaut-Momente sorgte.

Danach wurde es richtig fetzig: Zum Song „Der Himmel soll warten“ von Sido und Adel Tawil rappte und rockte der Chor der Schüler Bühne und Saal, bevor sich ein Hauch von Melancholie breit machte beim „Abschiedslied“ der Klasse Q12, die in Kürze mit dem Abitur in der Tasche das Gymnasium Bad Aibling verlassen wird.

Zur Melodie des Sting-Songs „Fields of Gold“ sangen die Schüler von den „Feldern hinter Oabling“ und mancher im Publikum wischte sich heimliche eine Träne aus dem Gesicht bei dieser so gefühlvollen Ballade. Für Sentimentalitäten blieb aber kaum Zeit, denn mit dem Song „Engel“ von Rammstein setzte der große Chor den fulminanten Schlusspunkt hinter ein großartiges Musikprogramm. Abwechslungsreich, vielstimmig und mehrsprachig wunderbar gestaltet, präsentierten sich die Konzertabende des Gymnasiums Bad Aibling als große Unterhaltung.

Die pfiffige und gekonnte Moderation von Moritz (7b) und Matteo (Q11) rundeten die gelungenen Veranstaltungen ab. So schön kann Schule klingen. Der langanhaltende Schlussapplaus unterstrich dies anschaulich.


Probentage in Agatharied

Auch dieses Jahr fuhren der Mittelstufenchor (mit Fr. Tutert) sowie zwei Wochen später das Orchester (mit Fr. Luber), die Big Band (mit Frau Seidelmann) und der Oberstufenchor (mit Fr. Tutert) zu den Probentagen nach Agatharied (Link zur Bildergalerie). Die Schulband (mit Herrn Koch) probte zeitgleich im Schulhaus.

Unermüdliches Proben von morgens bis abends, aber vor allem viel Spaß an der Musik und in der Gemeinschaft kennzeichnen diese unvergesslichen Musiktage!


Infoabend für die 5. Klassen am 18. März 2019

Ein Termin, den die Big Band immer wieder gerne wahrnimmt, ist der Infoabend der zukünftigen Schüler der 5. Klasse. Die Eltern werden dadurch musikalisch begrüßt und werden in einen informativen Abend eingestimmt.


Majestätische Klangpracht und strahlende Feuerwerksmusik

Werke von Händel, Bach und Karl Jenkins erklingen beim Konzert in der Kirche St. Georg in Bad Aibling

Majestätische Klangpracht verströmte das Konzert in der katholischen Kirche St. Georg von Bad Aibling. Den Höhepunkt des Abends bildete neben der „Feuerwerksmusik“ von Händel und Bachs drittem Brandenburgischen Konzert das „Gloria“ von Karl Jenkins. Kirchenmusikdirektor Andreas Hellfritsch dirigierte die Vogtlandphilharmonie Greiz-Reichenbach, den Chor der Christuskirche und den Oberstufenchor des Gymnasiums Bad Aibling (Einstudierung: Susanne Tutert). Den Solopart im „Gloria“ sang Sopranistin Gertrud Funk.

Feierlich auf den Konzertabend eingestimmt wurden die Hörer mit der „Feuerwerksmusik“ HWV 31 von Georg Friedrich Händel. Bereits in der mächtigen Ouvertüre strahlten die Blechbläser um die Wette. Die spielerische Bourrée und das ruhige, ernste Largo berührten durch den klangsatten Ton der Streicher. Der Satz „La Rejouissance“ wurde wiederum von kraftvoll jubilierenden Bläsern dominiert. Zu den beiden hellen Menuetten stand er in einem effektvollen Gegensatz. Beeindruckend anzuhören waren die Trompeten, die in dem hellen Kirchenraum festlichen Glanz verbreiteten. Andreas Hellfritsch leitete das pompöse Werk mit Schwung und Freude, die sich auf die Musiker des Orchesters übertrug.

Mit spielerischer Strenge und pulsierender Leichtigkeit interpretierte das Orchester das dritte Brandenburgische Konzert in G-Dur von Johann Sebastian Bach. Der rhythmisch-metallische Klang des Cembalos verband sich mit den Streichergruppen zu einem kunstvollen Hörgenuss.

Die Vogtlandphilharmonie spielte die beiden lebhaften Sätze mit mitreißender Dynamik und wurde vom Publikum am Ende heftig beklatscht.

Das umfangreiche geistliche Werk „Gloria“ des britischen Komponisten Karl Jenkins weist im Charakter sehr unterschiedliche Sätze auf. Nach einem wuchtigen „Gloria in excelsis deo“, in dem mächtige Fanfaren und stampfende Rhythmen mit den hellen Stimmen des Chors kontrastierten, berührte im zweiten Satz „Laudamus te“ der ruhige Gesang des Chores, der von den Streichern sanft eingebettet wurde. Rhythmisches Klatschen und eine archaisch anmutende, ausdrucksstarke Intonation des Psalms 150 in hebräischer Sprache bannte die Hörer ebenso wie der glockenreine Gesang von Gertrud Funk im vierten Teil. „The song: I´ll make music.“

Große Präsenz und eine hohe Klangkultur zeigten Chor und Orchester auch im Schlusssatz „The Exaltation: Domine Deus“, in dem das melodisch singende Cello ergriff. Das klangmächtige Werk gipfelte in martialischen, staccatoartig hämmernden Bläser- und Schlagzeugpassagen, die unter die Haut gingen.

Für die grandiose Darbietung aller Beteiligten bedankte sich das Publikum mit minutenlangen Ovationen im Stehen.


Zum Musizieren mit dem Radl nach Südtirol

Wir Schüler des P-Seminars „Straßenmusik“ aus der Q12 des Gymnasiums Bad Aibling, haben es tatsächlich geschafft. Mit Fahrrad und Zug haben wir auf dem Eisacktalradweg die Städte Sterzing, Brixen, Bozen und Salurn bereist. Mit an Bord waren unsere Lehrer Susanne Tutert (Musik) und Maximilian Kaufmann (Sport), die dieses Projekt-Seminar der Oberstufe leiteten. Unser Ziel und unsere Aufgabe war, weitgehend alles – von Zugverbindungen über Genehmigungen in den Städten bis zu den Unterkünften – eigenständig zu organisieren. Die Planung begann schon im Juli 2018, da es festzulegen galt, wer sich worum kümmert. Neben organisatorischen Dingen stand auch an der dienstäglichen Tagesordnung, Lieder einzuüben, zu transponieren, zu arrangieren, Texte einzustudieren, umzuschreiben, Stimmen zu notieren und das Ganze schließlich so klingen zu lassen, dass möglichst viele Leute unsere Lieder wiedererkennen, stehen bleiben und sich dafür begeistern. Zusätzlich dazu hat jedes Mitglied ein Referat zu unseren Stationen vorbereitet, damit die Reise auch in dieser Hinsicht einen kulturellen Mehrwert bietet. Im Vordergrund standen für uns ab dem ersten Moment der Spaß am Musizieren, das Zusammensein und die Aufgabe, gemeinsam viele verschiedene Songs auf die Beine zu stellen. Unser Spektrum war so breit wie die Masse unseres Publikums und reichte von „Price Tag“ über vierstimmige Chorsätze von Frau Tutert bis hin zu Pink Floyd. Sämtliche Genres übergreifend hatten wir Pop, Rock, Rap, Blues, Volksmusik und vieles mehr im Petto. Vom Spielen der Songs war selbstverständlich auch eine instrumentale Begleitung nicht wegzudenken. Mit auf die Reise gingen insgesamt vier Gitarren, eine Ukulele, eine Klarinette, eine Cajon, diverse Percussion-Instrumente, zwei Mundharmonikas, drei Sopräne, vier Alti, drei Tenöre und vier Bässe.

Wir starteten mit Fahrrad und leichtem Gepäck am Mittwoch, dem 18.09.2019 um 6:42 Uhr in morgendlicher Frische am Gymnasium Bad Aibling. Nach rund einer Stunde erreichten wir den Bahnhof Rosenheim, um um 8:14 Uhr mit dem EC81 auf den Brenner zu fahren. Von dort radelten wir rund anderthalb Stunden bergab ins beschauliche Sterzing, um zu rasten, Brotzeit zu machen und zu musizieren. Zwei Kilometer hinter Sterzing erlitt leider ein Hinterrad Achsbruch und musste repariert werden. Nach der einstündigen Zwangspause konnten wir endlich weiterfahren und trudelten am späten Nachmittag in der Jugendherberge in Brixen ein. Nach einem ausgiebigen Abendmahl an einer langen Tafel im Kutscherhof fielen alle recht bald erschöpft ins Bett.

Am nächsten Morgen warteten dann der Brixner Dom und die Stadt mit ihrem Publikum auf uns. Die meiste Zeit beschallten wir die Passanten in versammelter Mannschaft, da sich bald herausstellte, dass neben der Qualität der Musik besonders die Präsenz, die man mit vielen Stimmen und Instrumenten produziert, für den Erfolg auf der Straße entscheidend ist.

Am folgenden Tag brachen wir sehr bald auf, um Bozen anzusteuern und auf dem Weg die Trostburg oberhalb des kleinen Ortes Waidbruck zu besuchen. Auf der Burg führte uns eine bezaubernde alte Dame durch die Gemächer des Minnesängers Oswald von Wolkenstein, woraufhin wir als Dank ein altes Minnelied von 1200, und die Songs „Hallelujah“ und „Hymn“ zum Besten gaben. Gegen Mittag führten wir unsere Reise nach Bozen fort und mussten wegen eines Missverständnisses bis nach Salurn, dem südlichsten Ort Südtirols, weiterfahren, da die Zimmer in Bozen falsch reserviert waren. Letztendlich waren wir sehr erleichtert, im idyllischen Salurn gelandet zu sein, da die Jugendherberge dort eine sehr gruppenfreundliche und gemütliche Unterkunft war.

Der letzte Tag brachte neben dem Rückweg in die Landeshauptstadt Südtirols auch den krönenden Abschluss der musikalischen Reise nach insgesamt 200 Kilometern mit dem Fahrrad mit sich. Das Publikum war wieder ein anderes als in Sterzing und Brixen, weshalb wir unser Repertoire erneut abgeändert haben, um noch mehr Aufmerksamkeit auf uns zu lenken. Und tatsächlich konnten wir teilweise bis zu 30 Zuschauer um uns scharen, wodurch wir uns in unserem Schaffen noch mehr bestätigt fühlten – unser aller Mühen haben sich mehr als gelohnt.

Knapp zwei Monate vor der eigentlichen Reise testeten wir an einem Mittwochvormittag auf dem Max-Joseph-Kopfsteinpflaster in Rosenheim, wie unsere Lieder vor fremdem Publikum ankommen. Sowohl in Anbetracht des materiellen Verdienstes (einige hundert Euro), als auch in Anbetracht der intensiven Zeit und der gemeinsamen Verbundenheit zur Musik waren sich alle Teilnehmer einig, dass diese musikalische Reise mehr als ein voller Erfolg und ein unvergessliches Erlebnis für alle war!

Julian Berndl, Q12


Anatevka am GBA

Das ausgiebige Proben mit Schülern, Lehrern sowie „Ehemaligen“ des Gymnasiums Bad Aibling seit Januar 2018 hat sich gelohnt: Die rund 150 Mitwirkenden brachten im Oktober 2018 das populäre Broadway-Musical „Anatevka“ in der ausverkauften großen Aula der Schule mit Bravour auf die Bühne (4 Aufführungen am 21./22. und 24./25. 10.2018; Bildergalerie 21.10.2018;  Bildergalerie 25.10.2019)

Initiatorin des Projektes, Susanne Tutert, Musiklehrerin am Gymnasium, konnte Alexander Veit als Regisseur gewinnen, und in genialer Zusammenarbeit agierte ein lebendig sich bewegendes Ensemble zur eindrücklichen Musik von Jerry Bock. Solisten, Chor und Orchester, geleitet von Susanne Tutert und Dietgard Luber, interpretierten die einzelnen Lieder und Stücke auf erstaunlich hohem Niveau mit klarer Artikulation und ausdrucksstarken Stimmen.

Das Musical spielt 1905 im russischen Zarenreich in dem jüdischen Schtetl Anatevka, dessen Bewohner noch ganz der Tradition verpflichtet sind. Der arme Milchmann Tevje, überzeugend und mitreißend dargestellt von Jakob Hinterholzer (Q 12) bzw. Jakob Zweckstetter (10. Klasse), will drei seiner fünf Töchter reich verheiraten, was die kupplerische Heiratsvermittlerin Jente (Lisa Hörig) organisieren soll. Mit dem berühmten Lied „Wenn ich einmal reich wär“ hofft Tevje vergeblich auf bessere Zeiten.

Entgegen seinem Willen und dem seiner resoluten Ehefrau Golde (Elisabeth Eder) kommt es anders: Die älteste Tochter Zeitel (Laetizia Musselmann) bekommt ihren geliebten armen Schneider Mottel (Maximilian Schubert) und muss nicht den alten Fleischer Lazar Wolf (Isidor Zweckstetter) heiraten. Tevje kann das seiner abergläubischen Golde nur durch eine List beibringen: Die Szene, in der er ihr nachts weismacht, Großmutter Zeitel (Laura Tatlow) und Wolfs verstorbene Ehefrau hätten ihm im Traum zur Heirat Zeitels mit Mottel geraten, wurde köstlich aufbereitet und sorgte beim Publikum für große Heiterkeit.

Als Bett, in dem Tevje und Golde lagen, fungierte einer der fünf Schränke, die das einfache und wirkungsvolle Bühnenbild darstellten. Sie wurden auch als Türen für verschiedene Auf- und Abgänge und als Gebäude verwendet.

Der Fiedler auf dem Dach

Weitere Besonderheiten dieser ansprechenden Inszenierung waren Szenen wie der von Angelika Horn einstudierte Tanz mit fünf Schülern, die Flaschen auf ihren Hüten akrobatisch balancierten. Auch das filigrane Geigenspiel von Magdalena Fuchs (7c) als Fiedler auf dem Dach am Anfang und am Schluss des Musicals verfehlte nicht seine atmosphärische Wirkung.

Für den modernen Zeitgeist steht der Kiewer Student Perchik (Alexander Faust), der schließlich mit Tevjes Tochter Hodel (Leonie Fuchs, 10e) zusammenkommt. Er stellt die starren Traditionen, unter anderem karikiert in der Figur des Rabbi (Tizian Kania, Q11), in Frage. Die heimliche Hochzeit zwischen Tevjes Tochter Chava (Rosalie Merk, 9c) und dem Russen Fedja (Aljoscha Pyatikop) verknüpft das Judentum mit dem Christentum. In einer der Festszenen beeindruckte Pyatikop mit einem lang ausgehaltenen Ton. Des weiteren brillierten zahlreiche Schüler in nicht minder glänzenden Nebenrollen: der Wirt Motschach(Matteo Stenzel), der Sohn des Rabbi (Jonathan Dietel), Fruma Sara (Regina Lederer) oder der Buchhändler (Aron Zimmermann).

Den oft doppeldeutigen Text brachten alle Schauspieler menschlich zur Geltung. Dazu kamen aktuelle Bezüge, wenn beispielsweise die Vertreibung der jüdischen Bewohner nach einem Pogrom, angekündigt durch den Wachtmeister (Maximilian Schaller), an die gegenwärtige Asylthematik erinnerte.

So erreichte die facettenreiche Darbietung die Herzen der Zuschauer, was Schulleiter Michael Beer bei seiner leidenschaftlichen Eröffnungsrede bereits als Zielvorstellung angedeutet hatte. Der nicht enden wollende, enthusiastische Schlussapplaus machte dies deutlich.



Frühjahrskonzert 2019

„What a wonderful world“ - mit diesen Worten bedankte sich der Schulleiter Michael Beer bei allen Mitwirkenden des gelungenen Frühjahrskonzertes. Wohl angeregt durch den Bigbandsound des stiltistisch sehr vielfältigen Stückes, das die Bigband (Leitung I. Seidelmann) an diesem Abend in voluminösem Klang vortrug. Vorher intonierte der bezaubernde Unterstufenchor (Leitung S. Tutert) Stücke aus dem Film „Die Kinder des Monsiuer Matthieu“.
Auch in der 1. Hälfte zu hören waren die feierlichen Töne der Bläsergruppe sowie das Stück „It's a small world“ des gekonnt musizierenden Flötenensembles (Leitung M. Riedl).
Die zweite Hälfte eröffnete das Orchester (Leitung D. Luber) berührend mit der Titelmelodie des Filmes „Cinema Paradiso“, um dann weitere berühmte Filmmusikstücke in ausgewogenem Klang darzubieten. Das Instrumentalensemble entführte das Publikum im Anschluss mit Reels und Jigs nach Irland. Beim Abschluss des Abends durch die groovende Schulband (Leitung V. Koch) wurde besonders bei „I love Rock'n'Roll“ das Publikum angeheizt, das kräftig mitgeklatscht. Das Light-&-Sound-Team (Leitung V. Koch) hat die musikalischen Darbietungen gelungen unterstützt und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Allen Beteiligten sei an dieser Stelle nochmals gedankt!