Englisch

Lehrwerk

Am Gymnasium Bad Aibling wird in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 das Lehrwerk GREEN LINE NEW (Klett-Verlag) verwendet.

Unterricht

Die neuen Lehrpläne beziehen sich in den modernen Fremdsprachen auf Zielsetzungen und Leistungsstandards, die im Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für das Fremdsprachenlernen des Europarats festgelegt sind. Damit gibt es erstmals für alle Bundesländer und auf europäischer Ebene vergleichbare Qualitätsstandards des Englischunterrichts. Dieser Referenzrahmen ist seit 2001 verbindlich. Dort sind Grade der Sprachbeherrschung und des Sprachunterrichts festgelegt, die in den einzelnen Jahrgangsstufen erreicht werden sollen. Es geht vom Level A1 (Breakthrough Level) mit etwa 600 lexikalischen Einheiten (Wörtern) im ersten Lernjahr bis zum Level C des Europäischen Gesamtrahmens mit insgesamt 3700 Lexik-Einheiten

Im Zentrum des Englischunterrichts stehen dabei die Bereiche A) Sprachbeherrschung und Sprachreflexion, B) Umgang mit Texten und Medien, C) Interkulturelles Lernen und Landeskunde und D) Lernstrategien und Methoden selbständigen Arbeitens. Da sich in der Fremdsprachendidaktik zunehmend der kommunikative Ansatz der 70er Jahre wieder durchsetzt, geht man vermehrt von realen, situativ eingebetteten und kontextbezogenen Sprachanlässen aus. Die kommunikative Kompetenz (Hörverstehen und Sprechfertigkeit in realen Situationen) gewinnt an Gewicht gegenüber isoliertem Grammatik- und Lexikwissen (Wortschatz und Idiomatik). Diese sprachlichen Mittel sollen nicht mehr quasi als Selbstzweck gelernt werden, sondern in den Dienst genommen werden für die Bewältigung und differenzierte Gestaltung von "kommunikativen Akten", also Sprech- und Interaktionseinheiten in gelebten Situationen. Wie im bisherigen gymnasialen Englischunterricht auch schon werden die Schüler weiterhin zur Sprachreflexion angehalten und damit zu einer vertiefenden Sprachbetrachtung geführt, bei der die Strukturen und die Nuancen der Sprache analytisch erschlossen werden.

Die traditionellen Schulaufgabenarten, meist bestehend aus: Dictation, Grammar, Translation (Deutsch-Englisch) sollen zunehmend ersetzt werden durch Übungsformen, die dem kommunikativen Anspruch besonders gerecht werden. Dem gemäß soll im Englischunterricht der Zukunft weniger übersetzt werden, dafür sollen Fähigkeiten entwickelt werden, Texte und Inhalte jeweils vom Deutschen ins Englische und vom Englischen ins Deutsche sinngemäß zu übertragen oder zu dolmetschen ("Sprachmittlung" heißt dieser Ansatz). Vermehrt soll auch in allen Jahrgangsstufen auf das Hörverstehen Wert gelegt werden, so dass Hörverstehensübungen in Zukunft auch in Schulaufgaben integriert werden können.

Selbstverständlich wird daneben beim Umgang mit Texten und Medien all das gelehrt und gelernt, was bisher unter Texterschließung und Textproduktion firmierte. Aufgrund der PISA-Ergebnisse wird mehr Wert auf unterschiedliche Lesestrategien gelegt (kursorisch, sinnentnehmend oder detailgenau). Neben literarischen und authentischen Alltags-Texten werden Hörtexte, Filme, audiovisuelle Medien und auch visuelle Darstellungen (Bilder, Cartoons) eine wichtigere Rolle spielen als vorher.

Im Bereich C) Interkulturelles Lernen und Landeskunde als fächerübergreifendem Thema soll nicht nur Wissen über landeskundliche Aspekte vermittelt und angehäuft werden, sondern die Schüler sollen sich eine interkulturelle Kompetenz erarbeiten, die sie in die Lage versetzt in der Zielsprache fremden Kulturen und deren Trägern in all ihrer Unterschiedlichkeiten tolerant und sensibel zu begegnen und damit Kontext-adäquat zu handeln. Schüler sollen sich hineinversetzen können in das Denken und die Traditionen in anderen Kulturen und

deren Eigenständigkeit und Wert erfassen und respektieren. Da in allen Fächern das exemplarische Lernen betont wird, ist auch im Englischunterricht Lerntechnik und Arbeitsmethodik ein integrierter Bestandteil des Lernpensums. Der Englischunterricht im Gymnsaium hat hier in vielerlei Hinsicht die Aufgabe, Transferwissen für das Erlernen weiterer Fremdsprachen bereit zu stellen. Dazu gehört die Technik des Wörterlernens ebenso wie Präsentationsmethoden oder das Wissen wie und wo man recherchiert und für den Bereich der lebendigen Sprachen Informationsquellen erschließt (Umgang mit Lexika, mit Bibliotheken, mit Internet etc.).

Von den vielfältigen neuen Methoden des Fremdsprachenlernens kann auch ein moderner schülerzentrierter Englischunterricht entscheidend profitieren. Hier hat sich die Fachschaft Englisch am GBA mit einigen Erfahrungen im Bereich Freiarbeit und Stationenlernen bereits auf den Weg gemacht. Dass neue methodische Ansätze aber langfristig umgesetzt werden müssen und im übrigen ein weites Feld darstellen, soll die folgende Übersicht zeigen, die einer Studie der LMU München entnommen ist: 28 Lernarrangements für Schülerzentrierten Unterricht: Viele dieser Elemente bereichern bereits jetzt einzelne Phasen des Englischunterrichts, ohne dass sie als "eigene Methode" wahrgenommen oder eingeführt wären.

Freiarbeit

Wochenplanarbeit

Stationenlernen

Projektunterricht

Task Based Language Learning

Participatory

Approach

Cooperative Language Learning

Selbstlernen

Lernen durch Lehren

Lernspiele

Rollenspiele

Szenisches Spiel/ Theater

Planspiel/Simulation

Music Based Language Learning

Film Based Language Learning

Computer Enhanced Language Learning

Web Based Language L.

Extensive Reading

Creative Writing

Improvisation

Discussions

Presentations

Free Listening

Open Beginnings

Open Breaks

Open Endings

Integration of

Surprises

And your special?

Sprachkurs in Broadstairs

Schon eine langjährige Tradition hat die Fahrt unserer Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen nach Broadstairs. Broadstairs ist ein idyllisches kleines Küstenstädtchen, ungefähr 20 Meilen von Dover entfernt. Unsere Schüler besuchen dort eine Woche lang die Sprachkurse der Kent School of English (KSE), jeweils am Vormittag. An den Nachmittagen stehen Ausflüge auf dem Programm, die von der KSE organsiert und von deren Lehrkräften in Begleitung der deutschen Lehrkräfte durchgeführt werden. Auch an den Abenden stehen gemeinsame Aktivitäten auf dem Programm.
Die Fahrt findet normalerweise zwischen den Pfingst- und den Sommerferien statt.

Die betreuende Lehrkraft am Gymnasium Bad Aibling ist StR Michael Maul.