Musikunterricht einmal anders

Am 8.10.18 war Daniel Müller-Schott, ein weltweit gefragter Cellist, am Gymnasium Bad Aibling zu Gast und faszinierte die Schüler der Klasse 6a und einige Mitglieder des Orchesters mit seinen Cello-Klängen.
Die Veranstaltung fand im Rahmen der Initiative „Rhapsody in School“ statt, bei der namhafte Musiker ehrenamtlich Schulen besuchen, um Kinder und Jugendliche mit ihren Instrumenten vertraut zu machen und ihnen ihre Leidenschaft für klassische Musik zu vermitteln. Organisiert wurde diese Künstlerbegegnung – die leider viel zu schnell vorbeiging – von Dietgard Luber.
Zu Bad Aibling hat Daniel Müller-Schott eine persönliche Beziehung: Hier wohnten seine Großeltern, die er früher regelmäßig besuchte. Bei seinem Besuch im Gymnasium brachte er sein 300 Jahre altes venezianisches Violoncello mit, auf dem er den Schülern zwei Sätze aus den Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach vorspielte. Nach jedem Satz gab es lang anhaltenden Applaus. Gemeinsam mit Müller-Schott überlegten die Kinder, welche unterschiedlichen Stimmungen die gehörten Stücke widerspiegeln: strahlend-fröhlich oder traurig-meditativ. So erfuhren die Schüler von den Möglichkeiten des musikalischen, persönlichen Ausdrucks auf dem Instrument.
Umringt von seinen neugierigen Zuhörern, erzählte der aus München stammende Profimusiker, wie er bereits mit fünf Jahren anfing, Cello zu spielen, welches seine Lieblingsfächer in der Schule waren und wie er zu seinem Beruf fand. Die Schüler durften erzählen, welche Instrumente sie spielen, welche sie gerne einmal ausprobieren würden, und auch, welchen Beruf sie vielleicht später einmal ergreifen möchten.
In diesem etwas anderen Musikunterricht erklärte Daniel Müller-Schott die Klangentwicklung und den Tonumfang seines Instruments und ließ sogar eine Schülerin sein Cello ausprobieren. Dass sein Instrument noch etwas anderes als Bach kann, zeigte Müller-Schott eindrucksvoll mit einem modernen Stück, bei dem sein gezupftes Cello plötzlich wie eine Gitarre klang.
Die Schüler kamen aber nicht nur in den Genuss von Hörproben, sondern durften dem Künstler Fragen zu seinem Instrument und zu seinem Alltag als vielreisender Konzertmusiker stellen. Dabei erfuhren sie viel Interessantes, zum Beispiel, dass er bisher weit mehr als 10 000 Stunden auf seinem Instrument geübt hat. Die Schüler waren beeindruckt von der Könnerschaft und der Leidenschaft, mit der Daniel Müller-Schott über seine Arbeit, seinen Alltag, und seine Musik sprach. Für alle war es eine inspirierende, äußerst kurzweilige Begegnung!
Wir danken an dieser Stelle Herrn Müller-Schott für sein Kommen. Wir danken aber auch den Organisatoren von Rhapsody in School, denn so gewinnt klassische Musik neue Hörer.

August 2022
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