Italienaustausch: Eine Woche voller Erlebnisse, Kultur und neuer Freundschaften

Eine Woche voller neuer Eindrücke, spannender Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse liegt hinter uns: Beim diesjährigen Italienaustausch stand nicht nur das Entdecken von Kultur und Alltag im Mittelpunkt, sondern vor allem das Miteinander.

Gleich zu Beginn ging es auf die Herreninsel, wo wir das beeindruckende Schloss Herrenchiemsee erkundeten. Zwischen prunkvollen Sälen und spannender Geschichte bekamen unsere italienischen Gäste einen guten Eindruck von Bayern und König Ludwig II.

Natürlich durfte auch ein Abstecher in die Münchener Innenstadt nicht fehlen. Beim gemeinsamen Rundgang durch die Stadt wurde viel entdeckt – zum Beispiel die Ludwig-Maximilian-Universität.

Wie sich Schule in Bayern anfühlt, konnten unsere Gäste beim zweitägigen Unterrichtsbesuch selbst erleben. Vom Klassenzimmer bis zur Pause auf dem Pausenhof: Hier wurde nicht nur zugeschaut, sondern aktiv mitgemacht, vor allem beim gemeinsamen Projekt zum regionalen Brauchtum und zu regionalen Festlichkeiten. Dabei setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Traditionen aus der Gegend um La Spezia und um Bad Aibling auseinander, verglichen Bräuche und präsentierten ihre Ergebnisse auf digitalen Plakaten.

Bei sonnigem Wetter ging es einen Tag nach Salzburg. Bei der Stadtführung ging es vorbei durch die wunderschönen Anlagen von Schloss Mirabell, vorbei am berühmten Geburtshaus Mozarts in der Getreidegasse bis zum imposanten Salzburger Dom. Eine Stadt, die definitiv Eindruck hinterlassen hat!

Das Wochenende verbrachten unsere italienischen Gäste in ihren Gastfamilien – eine perfekte Gelegenheit, den den typischen Alltag in einer deutschen Familie hautnah mitzuerleben, sich besser kennenzulernen und echte Freundschaften zu schließen. Ein riesiges Dankeschön an alle Familien für ihre Offenheit und Gastfreundschaft!

Zum krönenden Abschluss wurde in der Mensa unserer Schule gemeinsam gefeiert. Für ordentlich Stimmung sorgte eine Schülergruppe aus verschiedenen Trachtenvereinen mit Dirndldrehen und Schuhplatteln. Ein echtes Highlight waren außerdem die mitreißenden Auftritte der Feilnbacher Goaßlschnalzer. Und das Beste: Wer mutig genug war, durfte es sogar selbst ausprobieren – was für viele lustige und unvergessliche Momente gesorgt hat!

In diesem Rahmen bedankte sich die Schulleitung herzlich bei allen Beteiligten: den Gastfamilien, den Begleitlehrkräften Frau Paola Colombo und Frau Luana Galli, der Fachschaft Italienisch sowie beim Programm Erasmus+ für die finanzielle Unterstützung.

Am Ende bleibt vor allem eines: Dieser Austausch war viel mehr als ein Programm voller Aktivitäten. Es ging um Begegnungen, neue Perspektiven – und um Freundschaften, die ganz ohne perfekte Sprachkenntnisse entstanden sind und hoffentlich noch lange bestehen bleiben.

 

Viva lo scambio! Viva l’Erasmus+!

In den Wochen vor den Osterferien war das Gymnasium Bad Aibling fest in internationaler Hand: Kaum war der Besuch der französischen Partnerschule aus der Bretagne verabschiedet, durfte die Schulgemeinschaft auch schon eine Gruppe italienischer Schülerinnen und Schüler des Liceo Giuseppe Mazzini aus La Spezia begrüßen. Insgesamt 21 Zehntklässlerinnen und Zehntklässler nahmen ihre Gäste herzlich auf – begleitet wurden die 18 Mädchen und 3 Jungen von den beiden Lehrkräften Barbara Ballestracci und Rossella Zeni.

Neben dem Schüleraustausch durfte das GBA in diesem Jahr auch zwei italienische Philosophie-Lehrerinnen zum Jobshadowing begrüßen – sowie die Direktorin der ligurischen Partnerschule, die das Erasmus+-Engagement ihrer Schule persönlich begleitete. Der Austausch fand somit auf mehreren Ebenen statt – ganz im Sinne der europäischen Bildungszusammenarbeit.

Nach der offiziellen Begrüßung durch den Schulleiter, Herrn Mark Lörz, sorgte der Wettergott trotz frostiger Temperaturen für strahlenden Sonnenschein – perfekt für den ersten gemeinsamen Ausflug zum Schloss Herrenchiemsee und auf die Fraueninsel. Auch das Wochenende in den Gastfamilien bot Gelegenheit für viele Unternehmungen, die das frühlingshafte Wetter noch schöner machten.

Beim gemeinsamen Tagesausflug nach Regensburg war es zwar erneut kalt, doch die gute Stimmung blieb bei der Stadtführung durch die „nördlichste Stadt Italiens“ davon ungetrübt. Es folgten zwei spannende Tage am Gymnasium: Die italienischen Gäste erlebten den bayerischen Schulalltag hautnah. Sie hörten zu bei Mathe, Englisch, Französisch oder Latein und anderen Fächern. Aber in den Italienischstunden mussten sie auch selbst aktiv werden. In gemischten Gruppen spielten sie eine Art Schiffe versenken, bei dem abwechselnd auf Deutsch oder Italienisch geantwortet wurde. In einer anderen Italienischklasse unterhielten sich die alle zusammen über das Thema Nachhaltigkeit, weil das Teil des Erasmus+-Projektes zum diesjährigen Austausch ist. Und in der Oberstufe stand mit der Nationalhymne „Fratelli d’Italia“ italienische Geschichte auf dem Programm, wobei die Unterstützung der „Experten“ großen Anklang fand.

Ein weiteres Highlight war auch der Ausflug in die Münchner Innenstadt mit einem Stadtrundgang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Am letzten Abend kamen alle Beteiligten, inklusive der Gastfamilien, in der Mensa zu einem stimmungsvollen Abschiedsfest zusammen. Mit einem Zitat von Goethe – „Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.“ unterstrich Herr Lörz die Bedeutung des kulturellen Austauschs zwischen den Jugendlichen. Er bedankte sich für das große Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmern, den Gastfamilien und den Lehrkräften auf beiden Seiten. Zur Stärkung gab es Leberkäse mit Brezn und einem Buffet der Gastfamilien. Eine Gruppe von zwölf Schülerinnen und Schülern begeisterte mit einer selbst organisierten Trachteneinlage das Publikum. Zum Abschluss zeigten die Goaßlschnalzer des Trachtenvereins Bad Feilnbach ihr Können und leiteten alle Neugierigen an, es selbst auszuprobieren. Ein paar Naturtalente schafften es sogar, ein paar beeindruckende Schnalztöne zu erzeugen.

So ging es am folgenden Morgen mit vollen Koffern und vor allem mit unvergesslichen Eindrücken und neuen Freundschaften auf Heimreise.  Und bei allen war die Vorfreude auf das Wiedersehen im September in Ligurien riesig: Hoch lebe der Austausch! Hoch lebe Erasmus+!